Aktuelles aus dem Rathaus: Stadt Leimen

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Waldfriedhof St.Ilgen

Autor: Frau Greiner
Artikel vom 20.11.2020

Der Waldfriedhof St.Ilgen hat, wie schon der Name sagt, einen waldartigen Charakter. Er ist geprägt von Baumbestand. Die Hauptwege sind als wassergebundene Decke ausgeführt. Außerdem sind hunderte Meter Schnitthecke, meist Thuja, als Abgrenzung der einzelnen Grabfelder / Grabarten, bzw. als Umrandung für Müllplätze und Wasserstellen gepflanzt.

Die heißen Sommer der letzten Jahre aber fordern ihren Tribut. Seit ca. 3 Jahren müssen wir leider ein fortschreitendes Absterben der Thujahecken, die eigentlich eher feuchte Lagen in ihrem Herkunftsland bevorzugen, beobachten. Ursache ist nicht ein bestimmter Schädling, sondern Trockenheit und die Standortbedingungen vor Ort.

Die Hecken stellen eineBegrenzung nach außen dar, verdecken Abfall und Wasserstellen, verschiedene Grabarten werden durch sie voneinander getrennt, sie schaffen für Trauernde intimere, abgegrenzte Räume und nicht zuletzt sind sie ein Gestaltungselement

Probleme

Große Teile der bestehenden Thujahecken sind abgestorben

  • Problematische Standorte unter Bäumen (Trockenheit / Schatten)
  • Felder sind sehr kleinteilig, lassen oft Umgestaltung / Umwandlung für andere Grabarten kaum zu
  • Die Menge der Hecken verursacht einen sehr hohen Arbeitsaufwand (Schnitt und Bewässerung -> Sandboden)
  • Nur eingeschränkte Übersicht. Diebstähle können schlecht gesehen werden. Hinzu kommt, dass Friedhofsbesucher, die gesundheitliche Probleme haben kaum gesehen werden können.

Die Verwaltung schaute sich zusammen mit Gemeinderäten am 11. November die Situation vor Ort an und schlug folgendes Konzept vor:

  1. Gesunde, bestehende Hecken werden nicht herausgerissen (Ausnahme sind einzelne gesunde Pflanzen, die zwischen abgestorbenen Heckenpartien stehen)
  2. Große Teile der Hecken sind unverzichtbar. Auf jeden Fall soll der Friedhof nach außen durch Hecken begrenzt sein.
  3. Auch Müllplätze und Wasserbecken sollen weiterhin von Hecken umstanden sein.
  4. Ebenso sollen entlang der Hauptwege und bei Trennungen von Grabarten Hecken weiterhin bestehen.
  5. Allerdings sollen in besonders kleinteiligen Heckenkabinetten Hecken, die abgestorben sind, herausgenommen und nicht wieder ersetzt werden.

Ersatz

Ein Teil des heutigen Problems ist die einseitige Verwendung von Thuja. Jahrzehntelang unproblematisch hat sich diese Heckenpflanze jetzt zum Problemfall entwickelt. Die fast ausschließliche Verwendung einer Pflanzenart vergrößert das Problem stark.

Es soll deshalb in Zukunft auf mehr Vielfalt gesetzt werden. In Frage kommen diese Heckenpflanzen:

  1. Carpinus betulus (Hainbuche), behält lange ihre (im Winter braunen, welken) Blätter.
  2. Acer campestre (Feldahorn)
  3. Ligustrum vulgare ‚Atrovirens‘ (wintergrüner [nicht immergrüner!] Liguster. Behält je nach Winter weite Teile der grünen Belaubung. Eher in sehr schattigen Bereichen verwendbar.

Diese Pflanzen werden nicht miteinander gemischt, sondern je nach Standort gesondert verwendet.

Der Gemeinderat trägt dieses Konzept mit und so sollen in den kommenden Jahren weite Heckenbereiche ersetzt werden. Teile der Hecken werden ersatzlos herausgenommen (s. Plan)

Weitere Informationen erhalten Sie beim Grünflächenamt, bzw. direkt auf dem Waldfriedhof zu den üblichen Arbeitszeiten bei unseren Mitarbeitern.