In Leimen erblickten große Finanziers das Licht der Welt: Stadt Leimen

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In Leimen erblickten große Finanziers das Licht der Welt

Im 18. Jahrhundert waren die Hoffaktoren die Finanziers der Fürsten und ihrer prachtliebenden Höfe. Eine merkantile Wirtschaftshaltung beherrschte die Regierungspolitik der Fürstenhöfe. Zu den größten Finanziers deutscher Fürstenhöfe zählte der Leimener Aron Elias Seligmann (1747 – 1824), dem der Aufstieg vom kurpfälzischen Hoffaktor unter Carl-Theodor zum bayrischen Oberhoffaktor und bayrisch-königlichen Bankier gelang. Im Jahre 1799 – also vor mehr als zweihundert Jahren – sah sich der Nachfolger von Carl-Theodor Kurfürst Maximilian Joseph genötigt, den Hoffaktor Aron Elias Seligmann nach München zu beordern, um „unverzügliche Ökonomie in alle Zweige der Staatsverwaltung zu bringen“.

Am 16. Juni 1799 erklärte Maximilian Joseph öffentlich in einem Rescript, dass er „die bayrischen Finanzen in großer Unordnung, alle Staatskassen ausgeleert und selbe überdies noch mit unerschwinglichen Rückständen belastet angetroffen habe.“ In den bayrischen Regierungskreisen erinnerte man sich an den umtriebigen jüdischen Leimener Finanzier Aron Elias Seligmann. Ihm erteilte man schon am 28. Juni 1799 „und dessen sämtliche Kinder sowohl Söhne als Tochtermännern das vollkommene Bürgerrecht nebst der Befugnis, dass sie in Churpfalz allenthalben sich niederzulassen, liegende Güter an sich zu bringen und überhaupt alle Gewerbe, die sonst ein Christlicher Unterthan nur zu unternehmen befähiget , nach ihrem gutfinden ebenfalls zu treiben befugt und ermächtigt seyn sollen.“ Damit war die Voraussetzung geschaffen, dass der Hoffaktor auch in München das Bürgerrecht besaß. Einem Umzug von Leimen nach München stand nun nichts mehr im Wege. Seligmann rettete den bayrischen Staat vor dem Ruin und besorgte weitere Darlehensgeber; auch der rheinpfälzische Hausschatz samt Hof- und Kirchensilber wurde ihm 1799 zum Versatz und zur Vermünzung übergeben. Es gelang ihm, Bayerns Finanznöte zu mildern und die Regierung zu stabilisieren. Er wurde daher vom Bayrischen König Maximilian I. Joseph am 22. September 1814 in den Adelsstand zum Freiherrn von Eichthal erhoben.

Aus der Ehe des Aron Elias Seligmann mit der Hindele Levi, die aus einer bekannten Sigmaringer Hoffaktorenfamilie stammt, gingen fünf Töchter und fünf Söhne hervor. Die älteste Tochter Chaila heiratete 1785 den Mannheimer Hoffaktor Ignatz Mayer. Die jüngste Rachel Sophie feierte am 22. August 1815 mit großem Pomp in Leimen die Hochzeit und ehelichte den K. u. K. Hoffaktor Leopold von Lämel, Direktor der Österreichischen Nationalbank in Prag und Mitglied des Böhmischen Landtags. Die Söhne Seligmanns heirateten ebenfalls Töchter bekannter Hoffaktoren und schufen damit die Vorraussetzung für die Abwicklung von Geldtransaktionen im ganzen Reich. Unter ihnen ragen besonders drei heraus, die den unternehmerischen Geist des Vaters zeigen. Der ältere Sohn David, Bernhard Aron und der jüngste Sohn Simon Aron, der am 11. August 1787 in Leimen das Licht der Welt erblickte.