Bernhard Aron Freiherr von Eichthal: Stadt Leimen

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Bernhard Aron Freiherr von Eichthal

Bernhard Aron Seligmann wurde als sechstes von zehn Kindern des Aron Elias Seligmann und seiner Frau Hintele am 16. September 1784 zu Leimen geboren. Von Geburt aus war er Jude und genoss eine sorgfältige Erziehung im elterlichen Hause, dem heutigen Rathaus. In Mannheim besuchte er die öffentliche Schule und wohnte dort bei seiner älteren Schwester Cheila, die 1785 den Mannheimer Hoffaktor Ignaz Mayer heiratete. Im Jahre 1801 zog er zu seiner Familie nach München, wo der Vater in der Theatinerstraße bekanntlich eine Bank unterhielt. Von 1804 bis 1807 studierte er in Göttingen und Heidelberg Jura. In Heidelberg wandte er sich der sog. Kameralwissenschaft zu; hier interessierte ihn vor allem das Fach Chemie und die Mathematik. In Göttingen wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert.

Auf väterlichen Ratschlag trat er in den bayrischen Staatsdienst ein und arbeitete ein Jahr lang bei den Rentämtern Augsburg und Ottobeuren. 1812 reiste er nach Paris zu seinem Bruder Louis, der sich dort als Bankier betätigte. Die napoleonischen Kriege zwangen ihn 1814 zur Rückkehr. Es war das Jahr, wo seine Familie vom Bayrischen König in den Adelsstand erhoben wurde und sich fortan von Eichthal nannte. Als Bernhard Aron von Eichthal wurde er 1815 zum wirklichen Finanzrat der Königlichen Bayrischen Regierung beim Isarkreis ernannt. Offensichtlich war die Erhebung in den Freiherrenstand und die Ernennung zum Finanzrat im Staatsdienst der Anlass zum Glaubenswechsel. Im Juni 1816 trat er zum katholischen Glauben über und ließ sich taufen.

Bereits zwei Jahre später verwaltete er das väterliche Landgut Ebersberg, ein ehemaliges Klostergut. In der Landwirtschaft findet er seine Lieblingsbeschäftigung und führt hier Neuerungen ein. Nach dem Tode seines Vaters Aron Elias Leonhard Freiherr von Eichthal im Jahre 1824 fällt ihm das Gut Ebersberg als Erbteil zu.

Ein Jahr danach unternimmt er eine Erkundungsreise mit Yelin, einem Mitglied der Bayerischen Akademie zu München, über die Niederlande durch Nordfrankreich nach Schottland, um ökonomische Einrichtungen in der Landwirtschaft zu studieren.

Auf der Reise nach Schottland erkrankte sein Begleiter und starb in Edinburg. 1826 kehrte er mit schottischen Ökonomen, die er in seinen Dienst nahm, nach Ebersberg zurück. Seine Verbesserungen wurden vom „Generalcomite des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern“ beim Oktoberfest mehrmals prämiert. Vom Ökonom und Unternehmer verlangte er, dass er nach Verbesserungen auf seinem Gebiet strebe, um damit letztendlich das öffentliche Wohl zu fördern, eine geistige Anlehnung an den frühen Ökonom Adam Smith. Er beschäftigte sich u. a. mit der Idee, im Isarkreis ein Musterdorf anzulegen und plante, in München eine Gasbeleuchtungsanlage zu errichten. Hier zu Leimen ließ er die Steinkohle in der Gegend von Benediktbeuern abbauen. Zur Förderung des Gewerbes verlangte er eine Reise in die Toskana, wo er die wichtigsten Verordnungen über den Getreidehandel, die Gewerbefreiheit und den Verkehr mit Lebensmitteln kennen lernte. Er starb am 9. Juni 1830 in Rom. Sein früher Tod beendete sein aufklärerisches Wirken, seinen Mitbürgern und dem Bayrischen Königreich nach besten Kräften nützlich zu sein. Das Gut Ebersberg fiel als Erbteil an seinen jüngeren Bruder Simon Aron Freiherr von Eichthal, der in München das väterliche Bankhaus betrieb. Am 19. Juni 1830 weilte der Gemäldesammler  und Förderer des Dombaus zu Köln Sulpiz Boisseree im Eichthalschen Garten zu München. In seinem Tagebuch notierte er, dass „großes Betrübnis über den Verlust des Bruders und Schwagers“ herrsche. Am 25. Juni 1830 wurde das Seelenamt für Bernhard Aron Freiherr von Eichthal in der Frauenkirche gehalten.

Rudi Dorsch, Sandhausen