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Führung Evolutionsweg

Erstelldatum24.05.2019

Die Agenda Leimen lud am 19.05.2019 zu einer Führung auf dem Evolutionsweg in Gauangelloch ein. Frau Dr. Adelheid Stahnke gab am Startpunkt in Gauangelloch einen kurzen Überblick über die bewegte Evolution des Lebens auf der Erde (oder: des irdischen Lebens) von den Anfängen bis zur Entstehung des Menschen.

Entlang den Informationstafeln wandernd erfuhren wir viel Interessantes, das uns sehr zu denken gab:

Vor 4 Milliarden Jahren dürften sich bereits Vorformen von einfachen Organismen herausgebildet haben. Mit Sicherheit existierten Bakterien, also einfache Zellen, vor 3,5 Milliarden Jahren, vielleicht sogar schon vor 3,8 Milliarden Jahren. Alle bekannten Organismen gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück, den Forscher LUCA tauften (last universal common ancestor).

„Höhere“ Zellen, wie wir sie haben, entstanden später. Sie schützen das Erbgut in einem regelrechten abgegrenzten Zellkern. Unsere Zellen stammen von Bakterien ab, die einst andere verschluckt und sich für bestimmte Zwecke dienlich gemacht haben. Die Mitochondrien mit eigenem Erbgut stammen von daher; das sind heute die Kraftwerke in den Zellen mit eigener DNA. Ähnlich entstanden bei den Pflanzen die Chloroplasten für die Fotosynthese.

Ohne diese Errungenschaften gäbe es keine mehrzelligen Organismen, also auch nicht unsere Tier- und Pflanzenwelt. Bei der Herkunft des Menschen sprechen die Forscher heute lieber von einem Stammbusch als einem Stammbaum. Seine rasche Evolution in Afrika könnte damit zusammenhängen, dass sich verschiedene Menschengruppen mitunter begegneten und so unterschiedliche neue Eigenschaften zusammentrafen. Letztlich haben später auch die Neandertaler bei solchen Ereignissen ein paar Gene im Homo sapiens zurückgelassen, die ihm teils nützen, teils schaden.

Wir danken Frau Dr. Stahnke sehr herzlich für die aufschlussreiche Begehung, die uns Lust zu mehr Wissen gemacht hat.

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