Daniel Hartmann: Stadt Leimen

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Daniel Hartmann

Mit dem Begriff „Homo Heidelbergensis“ werden sicher viele Mitbürgerinnen und Mitbürger noch etwas anfangen können, beim Namen „Daniel Hartmann“ werden die meisten aber wohl eher den Kopf schütteln müssen.

Dabei sind der mit rund 500.000 Jahren älteste Überrest eines europäischen Menschen, ein Unterkieferknochen mit 16 Zähnen, und Daniel Hartmann untrennbar miteinander verbunden. Am 21. Oktober des Jahres 1907 grub der aus Leimen stammende Tagelöhner an seinem Arbeitsplatz, der Sandgrube im Grafenhain in Mauer, diese paläontologische Sensation aus.

„Heit haw ich de Adam g`funne,“ sollen seine Worte gewesen sein, als er abends im Schankraum der damaligen Gastwirtschaft Hochschwender in Mauer seinen Fund allgemein bekannt gab.

Es soll an dieser Stelle nicht auf den eigentlichen Fund eingegangen werden, hierzu gibt es umfassende einschlägige und wissenschaftlich fundierte Fachliteratur, sondern uns soll hier das Leben Daniel Hartmanns und seine Beziehung zu Leimen interessieren.

Eine erste grundlegende Arbeit zu diesem Thema, der die meisten der hier verarbeiteten Informationen entnommen wurden, stammt von Herrn Karl Ludwig Bansbach, der im Januar 1996 in der Reihe „Neues vom Stadtarchiv Leimen“ das Leben Daniel Hartmanns ausführlich schilderte. Interessenten können noch Exemplare dieser Schrift bei der Stadtverwaltung Leimen beziehen.

Unter dem Datum 05. November 1854 ist im ev.–protest. Taufbuch in Leimen folgender Eintrag zu lesen:

„43.) Im Jahre Eintausend achthundert vier und fünfzig den fünften November Nachmittags drei Uhr wurde hier geboren und am zwölften November Nachmittags zwei Uhr durch den unterzeichneten Pfarrer getauft: Daniel, ehelicher Sohn des Franz Hartmann Bürgers und Tagelöhners und der Barbara geborene Schäfer dahier. Taufpathe ist: Daniel Kalbrunner Bürger und Landwirt dahier. Zeugen: Johannes Stephan und Jakob Engelhorn Bürger und Landleute dahier, Leimen 12. November 1854. D. LLeBeau Pfr.“

Der Vater, Franz Ludwig Hartmann, brachte sich und seine Familie als Tagelöhner durch. Er war am 22.04.1819 in Leimen geboren worden und starb am 29.05.1892 in Heidelberg. Am 01.08.1847 hatte er in Leimen Eva Barbara Schäfer geheiratet (* 20.06.1817 in Leimen, + 22.01.1856 ebenda). Aus der Ehe gingen insgesamt 5 Kinder, zwei Töchter und drei Söhne, hervor. Daniel war das viertjüngste.

Der Großvater von Daniel war der am 04.02.1778 in Zuzenhausen geborene Friedrich Karl Hartmann, der am 18.07.1813 in Leimen in erster Ehe Magdalena Dietz geheiratet hatte. Magdalena starb am 21.09.1821, Friedrich Karl heiratete daraufhin ein Jahr später ihre am 15.03.1773 geborene ältere Schwester Katharina Barbara.

Beginnend mit den Eltern von Friedrich Karl, dem Schneidermeister Johann Georg Martin Hartmann (* 02.11.1751 in Neidenstein, + 07.12.1783 in Zuzenhausen) und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Gebhard (* November 1746 in Zuzenhausen, + 28.10.1783 ebenda), werden die derzeit nachweisbaren genealogischen Spuren der Familie Hartmann dann aber geringer.

Vater von Johann Georg Martin Hartmann war der 1717 in Neidenstein geborene Johann Christian Philipp, der dort auch am 22.06.1772 starb. Er heiratete 1740 eine um 1719 geborene Maria Charlotte, deren Nachname leider nicht überliefert ist. Mit diesen beiden verlieren sich die Spuren.

Geboren wurde Hartmann in dem Haus in der Heltenstraße, dass heute die Hausnummer 29 trägt. Dieses kleine Häuschen steht, zusammen mit einem zweiten von der Bauflucht weg nach hinten versetzt gegenüber der Einmündung des Beintwegs in die Heltenstraße. Dass es sich bei dem Haus Heltenstraße 29 um das Elternhaus des späteren Sand-Daniel handelt, belegt der Handriß „Marktflecken Leimen, Heldenstraße von Franz Hartmann bis Jacob Reinigs Garten“ von Feldmesser Joseph aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Obwohl sich entsprechende Nachweise aufgrund fehlender Schriftstück nicht führen lassen, ist doch als sicher anzunehmen, dass Daniel Hartmann in Leimen zur Schule ging. Daniel Hartmann wuchs als Halbwaise auf. Seine Mutter war im Alter von erst 38 Jahren gestorben:

„22.1.1856 E.B. Hartmann/3) Im Jahre Eintausend achthundert sechs und fünfzig den zwei und zwanzigsten Januar Morgens neun Uhr starb hier alt acht und dreißig Jahre, sieben Monate zwei Tage und wurde am vier und zwanzigsten Januar Morgens neun Uhr durch Pfarrer Grohn (*2) beerdigt: Eva Barbara Hartmann, Ehefrau des Franz Ludwig Hartmann Bürgers und Taglöhners, Tochter des Georg Schäfer und dessen Ehefrau Elisabeth geborene (?) Bedmann von hier. Zeugen waren: Johannes Schäfer Bürger u. Landmann u. Georg Ludwig Horn Bürger und Zimmermann dahier. Leimen 24. Januar 1856 DLLeBau Pfr.“

Viel später als die Mutter starb Daniels Vater. Auch dessen Tod ist im Totenbuch der ev. Kirchengemeinde Leimen wie folgt vermerkt: „29. Mai 1892 nachmittags ½ 4 Uhr/Franz Hartmann, Taglöhner von hier, Wittwer der Eva Barbara geb. Schäfer 73 Jahre 1 Monat 7 Tage F.L. 245/+ in Heidelberg im Spital.“

Im Alter von etwa 15 Jahren ging er nach Mauer, um dort Arbeit zu suchen. Dort fand Daniel Hartmann seine Ehefrau Elisabetha, geb. Gutruf. Am 07.11.1880 war Hochzeit im Dorf auf der geologischen Grenzlinie zwischen Kraichgau und Kleinem Odenwald. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Sohn Martin und Tochter Konstantine. Allzu früh verstarb Daniel Hartmanns Ehefrau im Jahre 1909. Ein zweites schweres Leid traf ihn, als sein Sohn Martin 1915 in Flandern fiel, ein Schicksalsschlag, mit dem sich Daniel Hartmann sein Leben lang nicht abzufinden vermochte.

Nach dem frühen Tod der Ehefrau hatte seine Tochter Konstantine, die ledig geblieben war, seine Versorgung und Pflege übernommen.

Im Jahre 1948 verlieh im die Gemeinde Mauer schließlich die Ehrenbürgerschaft. Am 21. Januar 1952 verstarb Daniel Hartmann im Alter von 97 Jahren.

Die Gemeinde Mauer bestattete ihren verdienten und berühmten Bürger in einem Ehrengrab, das heute allerdings nicht mehr existiert. Sein Grabstein steht aber als Gedenkstein in der Nachbarschaft des Gefallenen-Ehrenmals auf dem Friedhof zu Mauer und erinnert noch heute an den Finder des „Homo Heidelbergensis“.